Kinderbonus 2022

Im Juli 2022 wird der Kinderbonus in Höhe von 100 € pro Kind ausgezahlt. Für das minderjährige Kind kann der Unterhaltspflichtige den Unterhaltszahlbetrag um 50 € kürzen. Für das volljährige Kind kann der Unterhaltszahlbetrag um 100 € gekürzt werden.

Neue Düsseldorfer Tabelle

Zum 01.01.2022 haben sich die Tabellensätze der Düsseldorfer Tabelle geändert.

So beträgt nunmehr der Mindestunterhalt

für ein Kind bis zum 06. Geburtstag 286,50 €

für ein Kind bis zum 12. Geburtstag 345,50 €

für ein Kind bis zum 18. Geburtstag 423,50 €

Weitere Beträge und Erläuterungen finden Sie hier.

 

Bedarf des minderjährigen oder volljährigen Kindes, das außer Haus eine Wohnung (auch nur Zimmer) unterhält:   860,00 € zuzüglich Kranken- und Pflegeversicherung, falls nicht mitversichert.

Selbstbehalte der/s Unterhaltspflichtigen:

gegenüber minderjährigen Kindern:  wenn erwerbstätig:             1.160,00 €
                                                                 wenn nicht erwerbstätig:       960,00 €

gegenüber volljährigen, nicht privilegierten Kindern:                     1.400,00 €

gegenüber Ehegatten:                                                                           1.280,00 €

gegenüber Eltern:                                                                                   2.000,00 €

Aktuelles zum Familienrecht

Wechselmodell: Erste Ergebnisse der Studie "Familienmodelle in Deutschland" (FAMOD):

Zur Bedeutung des Wechselmodells für das kindliche Wohlbefinden nach elterlicher Trennung oder Scheidung wurden erste Ergebnisse einer Studie veröffentlicht. Eine Zusammenfassung dieser ersten Ergebnisse finden Sie auf den Seiten der Universität Duisburg.

Ehewohnung: Beschluss des XII Zivilsenates zur Herausgabe einer Ehewohnung:

 

Der aus dem Eigentum folgende Herausgabeanspruch eines Ehegatten ist auch nach Rechtskraft der Scheidung nicht zulässigerweise als sonstige Familiensache im Sinne des § 266 Abs. 1 Nr. 3 FamFG durchsetzbar, solange der Anwendungsbereich des § 1568 a BGB und damit das Ehewohnungsverfahren nach § 200 Abs. 1 Nr. 2 FamFG eröffnet ist (Fortführung von Senatsbeschluss BGHZ 212, 133 = FamRZ 2017, 22).
Ob es sich (noch) um eine Ehewohnung im Sinne des § 1568 a BGB handelt, ist nach der Situation im Zeitpunkt der Rechtskraft der Ehescheidung und nicht bezogen auf den Zeitpunkt der die Wohnung betreffenden Entscheidung zu beurteilen.
Der Anspruch auf Überlassung der Ehewohnung gemäß § 1568 a Abs. 1 und 2 BGB erlischt ein Jahr nach Rechtskraft der Ehescheidung, wenn er nicht vorher rechtshängig gemacht worden ist.